Essen mit Stäbchen und Pekingente süß-sauer

18Juni2014

Szenario Nr. 1: Die Trainingsschool Truppe geht versammelt zum Abendessen. Begleitet werden sie dabei von zwei Mentoren, die anstatt jedem eine Speisekarte zu geben, einfach einmal gefühlt die halbe Karte bestellen und alle Gerichte in die Mitte stellen lassen. Sie erklären, dass jeder einfach seine Stäbchen nehmen soll und zugreifen kann wo er möchte. Wir essen alle aus der gleichen Schüssel. Buchstäblich.

Szenario Nr. 2: Noch während des besagten Essens, greift einer der Mentoren zu den Schrimps. Anstatt dessen Haut abzuschälen, beißt er dem Tier einfach den Kopf ab und schiebt sich den Rest genüsslich in den Mund. Ohne Vorwarnung werden die Schalen einfach auf den Tisch gespuckt. Der zweite Trainer setzt sich dabei genüsslich seine Schüssel an den Mund und schlürft, mit Hilfe der Stäbchen, den Reis heraus.

Die Essgewohnheiten hier in China unterscheiden sich sehr stark von unseren und Deutschland. Während schmatzen und rülpsen bei uns am Tisch nicht gestattet ist, sind sie hier Zeichen des Anstandes. Man gewöhnt sich jedoch recht schnell an diesen Umstand.

Unsere Pekingente, wie wir sie aus klassischen Chinarestaurants kennen, hat übrigens mit einer richtigen Beijingduck sehr wenig zu tun.

Üblicherweise wird die Ente hier in kleine Scheiben geschnitten, in eine leicht säuerliche (aber nicht süße) schwarze Soße getaucht und dann in eine Art hauchdünnen Pfannkuchen gewickelt. Bis jetzt ist dieses Gericht meine unangefochtene Nummer eins von allem was ich in meiner bisherigen Zeit so gegessen habe. Und ich habe schon wirklich einiges probiert, von Schildkörtensuppe, überSeegurke bis Raupensuppe

Nǐhǎo Zhōngguó!

13Juni2014

Nachdem der Flug nach Doha erst verspätet abflog und auch der Anschlussflug nach Shanghai nicht pünktlich abflog, kam ich am Mittwoch mit insgesamt 1,5 Stunden Verspätung in China an. Anschließend ging es auf eine drei stündige Busfahrt nach Hangzhou.

Hangzhou ist eine sehr beeindruckende Stadt. Ein bisschen wie man sich den Big Apple vorstellt, nur grüner. Sollte also einer von euch die Möglichkeit haben dorthin zu kommen, sollte er nicht zögern, nur weil die Stadt nicht so bekannt ist, wie Peking oder Shanghai.

Auf den Oriantation Days sind wir gerade mal acht Personen, ich hätte mit mindestens doppelt so vielen gerechnet. Außer mir sind hier noch zwei andere Deutsche von denen einer sogar mit mir weiter nach Peking fliegen wird.

Die Sessions die wir bis jetzt durchgesprochen haben, waren zwar sehr informativ, aber doch ein bisschen langweilig und durch das Jetleg fällt das durchhalten so manches mal ziemlich schwer. 

Beeindruckender Weise spricht der Gründer von Lopair, ein junger Chinese, nicht nur fließend englisch, sondern auch fast fließend Deutsch.

Morgen geht es endlich weiter zur Gastfamilie und ich bin schon sehr gespannt auf meine Kinder. :)

 

Kein besonders langer oder spannender EIntrag ich weis.. aber ich bin froh überhaupt eine freie MInute gefunden zu haben :D

Mitbringsel aus der Heimat

26Mai2014

14 Tage bevor es losgeht habe ich nun endlich alle Gastgeschenke beisammen. Bei so einer großen Familie gar nicht so einfach.

Ein Blogeintrag für diejenigen unter euch, die sich vielleicht ein Wenig über Inspiration freuen.

Für die Eltern gibt es erstmal den Gastgeschenke-Klassiker. Was bringt jedes Aupair mit, wenn sie weis, sie ist das erste Aupair aus der Region?: Ein Bildband über die schöne Heimat. Dazu gibt es ein FC-Bayern Bierkrug und Mozartkugeln (Ich war sehr geschockt als ich an der Kasse stand und bemerkt habe, dass die Kugeln teurer sind als das Buch oder der Krug!)

Warum FC Bayern? Der Verein scheint wohl auch in China sehr bekannt zu sein. Zumindest ist das meine Vermutung, nachdem ich von einem Chinesen auf der Plattform „Interpals“ angeschrieben worden bin, der mir den „ Stern des Südens“ Liedtext aufsagen konnte!

Für den einjährigen Jungen gibt es ein Lego Duplo Feuerwehrauto.

Die dreijährige Schwester bekommt ein Kinderbadeset von Valino bestehend aus Badefarben, Malseife, Knisterbädern und Badeschaum Dazu bekommt sie das Buch „Spiel mit uns im Feenland“ Das Buch hat eine herausnehmbare Fingerpuppen und passende Spielkulissen dazu, die jedoch erst noch zusammen gebaut werden müssen.

Das acht-, und das zehnjährige Mädchen bekommen jeweils ein Glitzer Lipgloss und Nagellackset. Dazu schenke ich der Jüngeren noch Uno Karten und der Älteren Halli-Galli Extrem.

Am schwersten habe ich mich bei dem Geschenk für das älteste Kind getan. Erstens wohnt sie nicht bei dem Rest der Familie, zweitens hat die Mutter mir erzählt, dass sie geistig behindert ist. Leider weis ich nicht in welchem Umfang. Sie bekommt von mir, passend zur WM ein Deutschland T-shirt und ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift „München“. Ich denke, damit kann man nicht so verkehrt liegen.

Dazu bekommt jedes Kind noch ein wunderschönes Plastikarmband mit Deutschlandmotiv und ein paar Süßigkeiten. Bei der Geschenkeauswahl habe ich natürlich darauf geachtet und Dinge zu besorgen, von denen ich vermute, dass es sie so in China nicht gibt.

Verpackt wird das ganze in bunten Geschenktüten, da die Gefahr besteht, dass der Zoll verpackte Geschenke aufreißt.

Programmbestätigung

18Mai2014

 

Gestern kam endlich der lang ersehnte Umschlag von AIFS.

 

Neben der Bestätigung erhielt es noch ein sehr ausführlichen Handbuch mit vielen interessanten Infos, ein Handout über das Unterrichten einer Sprache  und natürlich nicht zu vergessen… eine Rechnung!

Ich verlasse also Deutschland am 10. Juni 2014 von Frankfurt aus.

Auf nach China

13Mai2014

Noch 4 Wochen.

In exakt 28 Tagen werde ich mich in die Lüfte erheben und ca. 18 Stunden eingequetscht  auf viel zu engen Sitzen verbringen. 

Schlechtes Essen, kaum die Möglichkeit zu schlafen, mangelnde Bewegungsfreiheit und das Risiko jederzeit abzustürzen  klingen an sich schon sehr verlockend, aber der Grund warum ich das alles auf mich nehme ist die Möglichkeit ein halbes Jahr als Aupair zu arbeiten.

Destination China: Das Reich der Mitte. Heimat jahrhunderteralter Kultur,  Tradition  und des Kommunismus.

Außerdem reden die Leute da nur: "Ching Chang Dong Dung, Wil splechen kein L!"

 

Das war zumindest die Reaktion einiger Bekannter, als ich ihnen von meinen Plänen erzählt habe.

In den nächsten 28 Tagen gibt es noch viel zu tun. Visa beantragen, Gastgeschenke besorgen, Koffer packen und mir fehlen noch die genauen Flugdaten.

Im Moment warte ich noch auf die Unterlagen von AIFS